Das Phonogrammarchiv der Universität Zürich ist das älteste Tonarchiv der Schweiz. Es bewahrt und dokumentiert eine einzigartige Sammlung historischer Tonaufnahmen aus den Mundarten aller Schweizer Landessprachen und stellt damit eine bedeutende Quelle für dialektologische Forschung und Lehre dar.
Gesamtleitung des Archivs und strategische Entwicklung: fachliche, personelle und organisatorische Führung eines kleinen Teams, bestehend aus der eigenen Funktion und einer zusätzlichen 50%-Stelle, mit klarer Verantwortung für die strategische Weiterentwicklung hin zu einem digitalen, forschungsgetriebenen Infrastrukturknoten.
Digitale Archivierung und Infrastruktur: Konzeption und Umsetzung der systematischen Digitalisierung analoger Tonbestände sowie eines Langzeitarchivierungskonzepts nach aktuellen Standards gemäss FAIR-Prinzipien; Sicherstellung der technischen Qualität (z.B. Metadatenstandards); Integration moderner Verfahren zur effizienten Erschliessung grosser Audiokorpora (z.B. Segmentierung und (halb)automatische Transkription und Annotation); Instandhaltung der technischen Anlagen; Betreuung der Sammlung am Standort Sammlungszentrum Buchs ZH.
Forschung und wissenschaftliche Nutzung: Eigenständige und kollaborative Forschung auf Basis der Archivbestände; Editionen und fachwiss. Publikationen (z.B. Dialektologie, Phonetik, digitale Linguistik).
Dienstleistungen: aktive Unterstützung von Forschungsprojekten und Bearbeitung von Anfragen (Archivrecherchen, Bereitstellung von Daten, Erteilung von Auskünften); Vermittlung der Bestände und ihrer wissenschaftlichen Bedeutung an fachliche und breitere Öffentlichkeit (z.B. Führungen, Veranstaltungen, digitale Zugänglichkeit).
Vernetzung: Nationale und internationale Vernetzung mit zentralen Institutionen der Dialektforschung sowie mit Forschungsinfrastrukturen und Technologiepartnern zur Weiterentwicklung digitaler Standards und Methoden.
Lehre: Die Stelle kann optional um 15% erweitert werden, wodurch eine Lehrverpflichtung von 2 SWS pro Semester entsteht. Die Lehre soll insbesondere für einen neu zu schaffenden Studiengang 'Speech & Voice Sciences' stattfinden und auch von interessierten Studierenden aus anderen sprachwissenschaftlichen Fächern mit Gewinn besucht werden können.
Abgeschlossenes Studium in einem einschlägigen Bereich (z.B. Germanistik, Sprachwissenschaft, Phonetik, Sprachtechnologie).
Ein abgeschlossenes oder vor dem Abschluss stehendes Doktorat wird bevorzugt, vergleichbare Qualifikationen werden ggf. berücksichtigt.
Fundierte Kenntnisse in der Deutschschweizer Dialektologie sowie Bereitschaft, sich in die Bestandes-Archivalien und ihren historischen Kontext einzuarbeiten; fundierte technische Kenntnisse in Sprachdatenverarbeitung und Archivierung sowie Bereitschaft, sich in historischer Tontechnik und aktueller Sprachtechnologie fortzubilden. Stilsicheres Beherrschen der deutschen Sprache und gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift.
Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung bestehend aus Motivationsschreiben, Lebenslauf, Diplome und Zeugnisse in elektronischer Form als ein einziges PDF über das Bewerbungsportal ein.
Die Bewerbungsfrist läuft bis die Stelle besetzt ist. Die ersten Gespräche finden voraussichtlich in der ersten Juli Woche statt.